#Step 2 – Tipps für´s Bad; Brotbeutel und Besuch auf dem Wochenmarkt

Nachdem ich in meinem letzten Beitrag erzählt habe, wie ich mit dem Thema Zero Waste in Berührung gekommen bin, möchte ich euch heute über meine nächsten Schritte zu einem nachhaltigen Haushalt berichten.

Ich habe mich Anfang letzten Jahres im Netz ein bisschen umgeschaut, was man zu Hause alles verändern kann. Und da kann man so einiges tun.

Schritt 1 – Badezimmer

Ich habe im Badezimmer angefangen . Alleine Haarwaschmittel, Seifen, Kosmetika, können ganz schnell ausgetauscht werden. Zum einen wegen den Plastikverpackungen, zum anderen sind die Dinge nicht gerade gesundheitsfördernd. Mir war bis dato gar nicht bewusst, dass man Mikroplastik auch aufnimmt, wenn man die Produkte „nur“ auf der die Haut aufträgt.

Meine ersten Anschaffungen waren eine Holzhaarbürste und Holzzahnbürste. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich trotzdem weiterhin eine elektronische Zahnbürste benutze, da ich damit die Zähne einfach besser sauber halten kann. Zwischendurch kommt die Holzzahnbürste aber trotzdem zum Einsatz. Da ich so begeistert von der Zahnbürste war, bekam mein Sohn auch gleich eine für zu Hause und für den Kindergarten. Die Holzhaarbürste kommt dagegen täglich zum Einsatz 🙂

Da ich auch bei der Haarwäsche etwas ändern wollte, suchte ich mir eine Alternative zu herkömmlichen Haarwaschmitteln. Wichtig dabei war für mich, dass die Shampoos aus natürlichen Stoffen bestehen. Leider kaufte ich diese in Plastikverpackungen. Ich hatte zu dieser Zeit für mich den Kompromiss geschlossen, dass ich bei mir persönlich auf Mikroplastik verzichte. Der Umwelt tat ich natürlich trotzdem nichts Gutes. Zumal ich die leeren Verpackungen nicht aufgehoben habe, um diese später weiter zu verwenden.

Ich konnte mich nach einiger Zeit trotzdem nicht damit arrangieren so viel Plastikmüll zu produzieren. Deswegen suchte ich nach der nächsten, besseren Lösung.

Die Tage ohne Haare waschen

Erst einmal probierte ich es mit der Methode „die Haare nicht zu waschen“. Ich wollte meinem Haar und meiner Kopfhaut die Möglichkeit geben, sich komplett zu erneuern. Was soll ich sagen: „der Gedanke war toll, die Umsetzung…“ Um es förmlich auszudrücken „gewöhnungsbedürftig“. Mein allererster Gedanke war natürlich erst einmal „Igitt, das ist ja eklig mit fettigen Haaren rumzulaufen“ . Und ja, es war schon nicht sehr angenehm. Durchgehalten habe ich für sechs oder sieben Tage. Durch herkömmliche Shampoos wird das Haar und die Kopfhaut stark belastet. Durch meine Haarwäsche mit natürlichen Stoffen, konnte sich meine Kopfhaut natürlich schon regenerieren, aber ich wollte trotzdem, dass sich meine natürliche Fettproduktion der Haare wieder einstellt. Und deswegen hieß es: für Tage keine Haare waschen und mit fettigen Haaren rumlaufen. Es ist wirklich eine krasse Herausforderung und vielleicht nicht unbedingt für jeden geeignet. Es ist für die Haare und Kopfhaut eine Möglichkeit sich wieder zu stärken, aber trotzdem war es für mich eine anstrengende Zeit. Ich fühlte mich in meiner Haut überhaupt nicht wohl, obwohl „nur“ meine Haare betroffen waren.

Haarseife – nicht mein Freund 🙁

Da ich mich längerfristig nicht mit der Methode „keine Haare waschen“ anfreunden konnte, suchte ich nach einer alternativen Lösung. Und so kaufte ich mir eine Haarseife. Leider machte ich damit auch keine guten Erfahrungen. Nach meiner Abstinenz wollte ich sofort wieder schönes, gewaschenes Haar haben. Nur war nach den Wäschen mit der Haarseife die Kopfhaut trotzdem immer wieder fettig. Es gab Wochen da hatte ich direkt nach dem Waschen fettige Haaren und dann gab es wieder Wochen, da war alles in Ordnung. Manchmal musste ich sogar jeden Tag die Haare waschen, weil es so schlimm war. Es nervte mich extrem, zumal ich nicht genau wusste, woran es lag. Deswegen wechselte ich nach geraumer Zeit wieder auf Haarwäsche mit natürlichen Stoffen. Es machte mich aber nicht gerade zufrieden, da ich ja eigentlich Müll vermeiden wollte. Und so probierte ich es nochmal mit der Haarseife. Aber irgendwie wurden die Seife und ich keine Freunde. Dieses „Experiment“ (um es mal zu verdeutlichen) ging ca. ein halbes Jahr. Anfang dieses Jahres hatte ich keine Lust mehr und versuchte etwas Neues….

Baumwollbeutel für Brot und Brötchen

Während ich im Bad einiges veränderte, machte ich auch beim Einkaufen Fortschritte. Ich fing an mein Brot und meine Brötchen in Baumwollbeutel einzupacken. Ich war nämlich jedes Mal total genervt von diesen lauten, raschelnden Papiertüten. Ich muss dazusagen, dass ich jeden Tag Brot oder Brötchen einkaufe. Und wenn man das hochrechnet, sind das doch schon eine Menge Papierbeutel im Jahr. Klar, es ist definitiv nicht so schlimm wie Plastikverpackungen, aber Müll ist Müll. Und warum nicht auch beim Papier sparen. Ehrlich gesagt, war das ein recht einfacher Schritt. Denn zum einen hat man keinen großen Aufwand und zum anderen sind die Bäcker größtenteils sehr kooperativ und begrüßen diesen Schritt. Man braucht wirklich nur einen Baumwollbeutel, entweder selbstgenäht oder gekauft (wir haben unsere beispielsweise im Lüneburger Unverpacktladen gekauft – und davon eine ganze Menge :)) Ohne Beutel gehe ich gar nicht mehr aus dem Haus. Wenn wir unterwegs sind, haben wir auch immer ein paar im Auto. Dieser Schritt eignet sich hervorragend zum Einstieg in den Zero Waste Haushalt 🙂

Wochenmarkt

Letztes Jahr habe ich dann den Wochenmarkt für mich entdeckt. Keine Ahnung warum ich nicht schon früher mein Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt eingekauft habe. Für diejenigen, die bisher den Wochenmarkt gemieden haben, hier ein kleiner Überblick, was man auf einem Wochenmarkt bekommt: 

  • regionales und saisonales Obst und Gemüse 
  • Honig
  • Eier
  • Fleisch
  • Käse
  • Backwaren
  • und noch vieles mehr…

 Eigentlich kriegt man schon den halben Einkaufswagen aus dem Supermarkt auf dem Markt 🙂 

Was heißt saisonal und regional einkaufen?

Es ist natürlich super schön, wenn man Melone auch im Winter bekommt, aber muss das sein? Schmeckt die überhaupt im Winter? Wenn man auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung Wert legt, kann man sehr gut saisonal einkaufen. Denn es ist doch viel schöner im Winter Apfelsinen und im Sommer Melonen zu essen :). Vorteiler eines saisonalen Einkaufes:

  • Lebensmittel sind geschmacksintensiver
  • Lange Transportwege fallen weg
  • Und es ist energieeffizienter

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das regionale einkaufen. Zum einen ist es wunderbar die umliegenden Höfe zu unterstützen und dann ist es einfach ökologischer (beispielsweise kurze Transportwege). Viele Supermärkte bieten natürlich schon regionale Produkte an – was ich ganz toll finde. Trotzdem weiß man (nicht unbedingt), wo genau das Obst und Gemüse herkommt. Auf dem Markt dagegen kauft man gleich beim Erzeuger ein. Eine super Sache, wie ich finde.

Und zum Schluss noch ein letzter kleiner, wertvoller Schritt: Ich benutze zum Einkaufen Körbe. Für viele ist das schon eine Selbstverständlichkeit, was perfekt ist. Aber leider sieht man immer noch häufig Plastiktüten im Umlauf. Ich habe neben meinem Brotbeutel auch immer einen Einkaufsbaumwollbeutel in der Tasche. Der Beutel nimmt wirklich sehr wenig Platz ein und passt eigentlich in fast jede Handtasche 😉

Und das soll es erstmal wieder von mir gewesen sein.

Ich hoffe, ich konnte dich für das ein oder andere inspirieren. Denke daran, jeder noch so kleine Schritt bewirkt etwas. Wenn jeder Einzelne schon nur einen kleinen Schritt in die Richtung geht, unterstützen wir ganz automatisch die Umwelt und unser Planet kann sich ein Stückchen regenerieren.

Let‘s do it

Deine Steffi

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